Aquarium
Ein Hobby von mir ist die Aquaristik. Im September 2001 verwirklichte ich mir mit dem Kauf eines 190 Liter Aquariums einen lang gehegten Wunsch. Insgesamt kostete mich die Anschaffung (ohne Lebewesen) gute 1.000,- Euro. Eine Investition, die sich gelohnt hat. Jeden Abend habe ich meine Freude, wenn ich vom Sofa aus meine Schützlinge beobachte.
Allgemeines
Bei meinem Aquarium handelt es sich um ein 190-Liter-Becken mit Panorama Scheiben.
Es misst 100 x 40 x 50cm. Die Einrichtung, Pflanzen und Bodengrund abgezogen, bleiben noch etwa 150 Liter Wasser.
Am ehesten entspricht es einem Gesellschaftsbecken.
Die Wasserwerte werden regelmäßig kontrolliert und durch 14-täglichen Wechsel von ca. 55-60 Liter Wasser stabil gehalten.
Beim harten Münchner Leitungswasser ist das Zumischen von Osmosewasser unbedingt erforderlich.
Technische Ausstattung
Die technische Ausstattung dürfte dem allgemeinen Standard entsprechen:
2x 39 Watt T5-Leuchtstoffröhren mit Reflektoren:
Die T5-Beleuchtung ist jetzt seit September 2002 installiert. Davor wurde mit zwei Standard Leuchtröhren (T26) à 30 Watt beleuchtet. Verschiedene Artikel im Internet haben mich auf die T5-Technik aufmerksam gemacht. Nach ausgiebigem Studieren der verschiedenen Quellen kam ich zu dem Schluss, dass eine Umstellung sinnvoll wäre.
Ich bereue diese Entscheidung keinen Moment.
Man hat mehr Leistung auf der selben Länge und durch die dünne Bauart erzielt man einen besseren Wirkungsgrad der Reflektoren. Das
ganze Becken wirkt heller und die Pflanzenwelt dankt es mir mit enormem Wuchs.
Im übrigen kam ich auch von der Unart ab, teure „spezial Aquarien-Röhren” zu kaufen. Einfache Osram Leuchtröhren, am besten
Tageslichtfarbe (Farbe 860) und Warmton (Farbe 830 bzw. 840) gemischt, tun ihren Dienst bestens! Der Preisunterschied ist enorm und
die Lebensdauer dieser modernen Dreibandenlampen übersteigt leicht 3 Jahre. Man kann sie ohne Leistungsverlust bis zum
Ausbrennen betreiben. Der viel beschworene 6-monatige Wechsel entfällt.
Wen es interessiert:
Lichtfarbe 860 ist annähernd identisch mit Dennerle „Amazon Day”.
Lichtfarbe 830 entspricht der viel gelobten Dennerle „Trocal Spezial Plant”.
1 x Eheim 2024 Außenfilter:
Der Filter läuft stark gedrosselt mit einem einfachen Einlauf unter der Wasseroberfläche.
Auf ein Breitstrahlrohr o. Ä. habe ich verzichtet.
1 x Dennerle CO2-Düngeanlage:
Meiner Überzeugung nach in bepflanzten Aquarium unbedingt erforderlich.
Pflanzen sind auf Kohlendioxid angewiesen, im Aquarium befindet sich in den meisten Fällen jedoch zu wenig davon. Bei Einsatz einer
solchen Anlage sollte man auf Sprudelsteine verzichten und auch für geringe Oberflächenbewegung sorgen. Andernfalls treibt man das
zugeführte CO2 wieder aus. Die Dosierung ist von KH und pH Werten abhängig. Wassertests sind unabdingbar.
1 x Rondex Umkehrosmoseanlage:
Wie eingangs erwähnt ist das Münchner Leitungswasser zwar von hoher Trinkwasser-Qualität aber sehr hart. Deshalb habe ich mich dazu
durchgerungen, in eine UOA zu investieren. Der Bausatz der Firma Rondex ist vergleichsweise günstig und die Anlage läuft prima.
Das Wasser der Umkehrosmoseanlage findet außerdem beim Kaffee kochen, Tee zubereiten sowie in der Espresso-Maschine Verwendung.
Der Geschmack eines mit Osmosewasser zubereiteten Darjeeling Tees ist einfach genial!
Bodengrund
Bisher bildete eine 5 bis 7 cm dicke Schicht aus Kies mittlerer
Körnung den Bodengrund.
Nach langer Überlegung habe ich mich 2006 dazu entschieden,
den Bodengrund wärend des laufenden Betriebes auszutauschen.
Ungefähr 3 cm des Kieses habe ich zur Wahrung des biologischen
Gleichgewichts im Becken gelassen, darauf dann bis auf eine Gesamthöhe
von 8 cm Sand aufgefüllt.
Es sieht schön aus, die Pflanzen halten besser, werden beim
Einsetzen weniger beschädigt und die Fische finden den Sand auch toll.
Die Wahl fiehl übrigens auf einen sehr hellen Farbton, der mit
feingliedriger Bodenbepflanzung wunderbar harmoniert.
Bepflanzung
Das linke Drittel der Aquariumfläche wird von einer Wurzel dominiert.
Sie ist allumfassend von
Anubias barteri
var. Nana bewachsen.
Im rechten Drittel finden sich zwei Echinodorus ozelot red, hinter denen sich auch die
CO2-Zugabe sowie ein Filterrohr verbergen.
Der mittlere Bereich wird von
Hygrophila difformis
ausgefüllt.
Je nach Alter und Wuchsfreudigkeit des Bestandes nehme ich auch gerne
Hygrophila polysperma
oder
Shinnersia rivularis
dazu.
Der gesamte Boden wird außerdem von
Eleocharis vivipara
eingenommen, welche sich von drei Pflänzchen zu einem dichten Teppich
entwickelt haben.
Natürlich variiert die Beflanzung immer etwas. Mal beißt ein Fisch die schönste Pflanze ab, mal schneide ich an der falschen Stelle oder eine Pflanze geht ein.
Fische
Meine Stammbesetzung besteht aus vier Trichogaster leeri (Mosaikfadenfische), die sich gerne
raufen und einem Schwarm von Kleinfischen – ursprünglich waren dies zehn Rasbora espei
(Espes Bärbling). Die Rasbora sind nach und nach der Altersschwäche zum Opfer gefallen und ich habe sie mit einem Schwarm von zehn
Nematobrycon palmeri (Kaisersalmler) ersetzt.
Desweiteren leben bei mir noch zwei Crossocheilus siamensis (Siamesische Rüsselbarbe).
Auf den Bildern sind noch Botia macracanthus (Prachtschmerle) zu sehen, welche nicht mehr bei mir leben.